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Traditionen & Bräuche bei hochwetigem Porzellan

Porzellan gilt aufgrund seiner weissen, glänzenden Farbe als Zeichen der Reinheit. Am Polterabend ist es Brauch das die Gäste vor Beginn der Feierlichkeit ihr mitgebrachtes Porzellan und Geschirr durch Schmeissen auf den Boden vor dem Festsaal zertrümmern. Daher stammt auch der Name „Polterabend“ vom „polternden“ Geräusch.
Die Scherben werden dann vom Brautpaar weggefegt. Dieser Brauch steht symbolisch für die Fähigkeit schwere Zeiten zu durchstehen und sich stets jedes Leid zu teilen.
Oft wird fälschlicherweise Glas zertümmert. Glasscherben gelten aber in der Symbolik eher als schlechtes Omen und sogar für den Tod. Die Porzellanscherben hingegen sollen dem Brautpaar Glück in der Ehe und im Zusammenleben bringen.

Ein weiterer Brauch bei dem Porzellan zu finden ist, ist das Austauschen von Eiern zu Ostern, als Zeichen des Endes der Fastenzeit. In der Oberschicht reicht es natürlich nicht aus einfach nur ein handbemaltes Ei zu verschenken. Es entstanden gravierte, bedruckte, bemalte Eier aus Gold, Silber und Porzellan. Kaiser Wilhelm II. liebte es zu Lebzeiten den Hofdamen keine Orden sondern fein bemalte, hochwertige Porzellaneier zu schenken, gelten Eier doch auch als Fruchtbarkeitszeichen. Noch heute hat die Leidenschaft bestand und findet bei Sammlern nach wie vor Anklang. Weltweit sind die verschiedensten Porzellaneier zu finden, z. B. auch als Souvenir vieler Städte die „ihr“ Ei beispielsweise mit der bekanntesten Sehenswürdigkeit bemalen lassen.

Noch eine Bedeutung findet Porzellan in der Bezeichnung „Porzellanhochzeit“. Diese wird nach dem 20. Ehejahr gefeiert. Es gilt: die Ehe glänzt, ist aber zerbrechlich. Neues Geschirr kann eingeweiht werden. Früher hiess es dass innerhalb der ersten 20 Ehejahre das meiste Geschirr zerstört oder unansehnlich war und der Bestand wurde bei der Porzellanhochzeitsfeier symbolisch durch die Gäste wieder aufgefüllt.